Wissen durch bekanntschaft


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Bei dieser Frage geht es um die epistemische Rechtfertigung durch Intuition. Der Intuitionsbegriff würde lediglich einen Denkstil oder eine Technik bezeichnen, etwa eine schnelle Art des Schlussfolgerns, und keine besondere Erkenntnisart. So sind wir in vielen Beispielen dazu bereit, Intuitionen als Gründe anzuerkennen. Man denke beispielsweise an eine Golfspielerin, die intuitiv das jeweils beste Eisen für den nächsten Schlag wählt.

Nehmen wir vorübergehend an, hier wäre keine Gründe gebende Intuition im Spiel, dann blieben drei Möglichkeiten: Erstens könnte man single frauen und katzen Golfspielerin eine Überzeugung zuschreiben, die einen Grund für die Zielüberzeugung bzw.

Intuitionen als Gründe? Das Problem der intuitiven Rechtfertigung

Zweitens könnte man die Auffassung vertreten, dass weder eine Intuition noch eine Überzeugung in Bezug auf die Wahl des Eisens im Spiel sind. Drittens könnte man der Golfspielerin zwar eine Intuition statt einer Überzeugung bezüglich der Wahl des Eisens zuschreiben, jedoch verneinen, dass diese Intuition ein Grund für die Zielüberzeugung oder Handlung ist.

Die ersten beiden der drei genannten Möglichkeiten sind unplausibel: Der erste Fall ist zwar denkbar, aber kaum jemand dürfte dazu bereit sein, in allen derartigen Fällen den Subjekten Überzeugungen zuzuschreiben.

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Ähnliches gilt für den zweiten Fall: Dieser könnte auf eine kausale Erklärung hinauslaufen, die eine direkte Verbindung von Gehalten der Erfahrung die Golfspielerin fühlt die Windrichtung, sieht die Bodenbeschaffenheit zur entsprechenden Handlung bzw. Überzeugung erstellt. Würden aber alle dem geschilderten Beispiel ähnlichen Fälle auf diese Weise erklärt, könnten wir sie beispielsweise nicht von Fällen abgrenzen, in denen Subjekte wissen durch bekanntschaft sind; etwa, wenn wir die Golfspielerin hypnotisiert wissen durch bekanntschaft und sie aufgrund der Hypnose zu Eisen 7 greift.

Schon aufgrund solcher Abgrenzungsprobleme ist die zweite Möglichkeit zurückzuweisen. Somit bleibt die dritte übrig: Kann demnach eine Intuition vorhanden sein, der man aber keinen Status als Grund zubilligen sollte?

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Bei genauer Betrachtung muss diese Möglichkeit in zwei weitere Möglichkeiten aufgespalten werden: Der erste Fall tritt etwa dann auf, wenn man sich die Golfspielerin als Laien vorstellt: Aufgrund ihrer mangelnden Erfahrung kann, selbst wenn die Spielerin eine Intuition in Bezug auf die Wahl des Eisens hat, diese Intuition kaum als Grund für eine Überzeugung oder Handlung gelten. Im zweiten Fall hingegen wird grundsätzlich verneint, dass Intuitionen Gründe sein können; also auch, wenn die Golfspielerin Expertin auf ihrem Gebiet ist.

Unter Referenztheorie versteht man die Auffassung, dass Bedeutung das Objekt ist, das mit einem Wort bezeichnet wird. In der lexikalischen Bedeutungstheorie drückt man die Bedeutung aus durch eine Liste von Eigenschaften, die einen Begriff umfasst.

Diese Varianten der Möglichkeit, wonach Intuitionen keine Gründe liefern, sind ernsthaft zu wissen durch bekanntschaft. Gegen beide werde ich im Folgenden vertreten, dass Intuitionen rechtfertigende Kraft haben und somit Gründe sein können. Die erste Möglichkeit betreffend ist dies insofern problematisch, als Intuition fehlbar ist. In vielen Fällen scheint Intuition in die Irre zu führen. Diese Duisburg singles müssen im Rahmen einer Theorie der intuitiven Rechtfertigung erklärt werden können.

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Hierbei wird das Konzept der Adaptation bedeutsam sein. Die externalistische Perspektive wird sich jedoch als nicht hinreichend tinder dating app gay eine Theorie der intuitiven Rechtfertigung erweisen, da die internalistische Forderung ernst genommen werden muss, wonach Gründe immer auch Gründe für das Subjekt sein müssen.

Somit stellt sich das Problem der nichtpropositionalen Rechtfertigung.

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Nach einer verbreiteten Ansicht können Gründe nur dann Gründe für ein Subjekt sein, wenn sie propositional und somit durch die Begriffe des Subjekts konstituiert sind. Insgesamt soll dadurch aufgezeigt werden, inwiefern wir berechtigt sind, Überzeugungen mit Verweis auf unsere Intuition zu begründen.

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Die Frage der intuitiven Rechtfertigung stellt sich also genauer wissen durch bekanntschaft in Bezug auf intuitive Überzeugungen. Zweitens, rechtfertigt die wissen durch bekanntschaft Überzeugung andere Überzeugungen? Der zweite Fall ist auf den ersten reduzierbar: Die intuitive Überzeugung kann genau dann andere Überzeugungen rechtfertigen, wenn sie ihrerseits gerechtfertigt ist.

Wenn im Folgenden der Einfachheit halber von Intuitionen und intuitiver Rechtfertigung gesprochen wird, ist damit, wenn nicht anders angegeben, stets diese spezifische Rechtfertigungsbeziehung gemeint, die sich im Wesentlichen zwischen IntuitionenNP und intuitiven Überzeugungen befindet.

Aus den obigen Ausführungen folgt bereits, dass es um Gründe im epistemischen Sinn geht; d. Nun kann noch weiter fokussiert werden: Es geht um Gründe, durch die das Subjekt die entsprechende Überzeugung hat. Das Subjekt stellt seine Überzeugungen auf dieser Art der Gründe ab.

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In der englischen Literatur spricht man daher von der grounding relation oder basing relation: Here, S believes p on the basis of the reason. The belief that p thus stands in the epistemic basis or basing relation to the reason, which is a ground on account of which S believes p.

Dies ist jedoch kein Grund im Sinn der basing relation, denn die Person stellt keine ihrer Überzeugungen wissen durch bekanntschaft ab.

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Hier sind die Positionen breit gefächert: Viele wollen nur Überzeugungen den Status als Gründe zubilligen, andere lassen auch Erfahrungsgehalte zu, wobei hier partnersuche 2019 weiterer Streitpunkt ist, ob diese begrifflich erfasst werden müssen, um Gründe zu sein.

Auf diese Fragen wird zurückzukommen sein. Vielmehr scheint plausibel, suche weibliche bekanntschaft zwei Bedingungen für eine basing relation notwendig sind: Zum einen muss der Grund die Ursache oder zumindest eine der Ursachen für die Überzeugung sein, zum anderen muss der Grund in normativer Relation zur Überzeugung stehen, sodass der Grund das Subjekt dazu berechtigt, die Überzeugung zu haben.

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Im weiteren Gespräch ergab sich, dass meine Freundin in der Intuition eine Erkenntnisquelle sieht, die dem diskursiven Denken ebenbürtig oder gar überlegen sein kann. Gleichzeitig jedoch zweifelt sie an der Zuverlässigkeit dieser Erkenntnisquelle.

Wie lassen sich diese scheinbar einander zuwiderlaufenden Einschätzungen erklären? Ein entsprechendes Spannungsfeld lässt sich auch zwischen den vorherrschenden philosophischen und psychologischen Positionen zur Intuition erkennen: Einerseits wurde Intuition zur höchsten Form der Erkenntnis erhoben, die alleine unfehlbare Einsichten ermögliche man denke etwa Spinozas scientia intuitivaandererseits wurde Intuition als stark anfällig für kognitive Verzerrungen und dadurch irreführend dargestellt v.

So wäre Intuition, falls sie in den meisten Fällen irreführend ist, sicherlich keine valable Wissen durch bekanntschaft der Erkenntnis. Ein erster, oft wissen durch bekanntschaft Weg zur Beurteilung der Zuverlässigkeit der Intuition in einem gegebenen Fall ist die deduktive Nachprüfung.

Nehmen wir als Beispiel eine Wissenschaftlerin, die lange über die Lösung eines Problems nachgedacht hat, ohne Fortschritte gemacht zu haben.

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Nun hat sie eine Intuition, wie sie das Problem angehen kann, beispielsweise in Form eines neuen Experimentaufbaus. Nehmen wir weiter an, dieses neue Experiment führe zum Erfolg.

Die Wissenschaftlerin wird nach einer Erklärung suchen, warum sich der Erfolg eingestellt hat. Sie kann also ihre Intuition durch deduktive Schritte nachprüfen. Wir stellen in diesem Fall, der uns auch im Alltag vertraut ist, eine Rollenteilung zwischen Intuition und diskursivem Denken fest: Intuition für die Heuristik und das Entdecken, diskursives Denken für die Logik und das Nachprüfen.

Diese Rollenteilung lässt sich gut mit den Typen 1 und 2 des menschlichen Denkens, wie sie durch Dual-Prozess-Theorien wissen durch bekanntschaft wurden, erklären: Typ 1-Denken eignet sich aufgrund seiner Geschwindigkeit und hohen Kapazität der Informationsverarbeitung für das heuristisch-entdeckende Forschen, Typ 2-Denken für das sichernde, explizit machende Nachprüfen.

In erkenntnistheoretischer Hinsicht wird die Wissen durch bekanntschaft nach der Zuverlässigkeit der Intuition erst aufgrund derjenigen Fälle interessant, in denen eine deduktive Nachprüfung nicht oder nur schwer möglich wissen durch bekanntschaft Inwiefern dürfen wir uns in diesen Fällen auf die Intuition verlassen? Hier müssen wir die Zuverlässigkeit der Intuition als Erkenntnisquelle abschätzen können, wobei zunächst unklar ist, welche Referenzpunkte wir hierfür nehmen sollen, was auch im Beispiel meiner Freundin deren Unsicherheit erklärt.

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Eine Hypothese in Bezug auf möglichen Referenzpunkte soll im Folgenden entwickelt werden. Hier geht es lediglich darum aufzuzeigen, dass eine plausible Erklärung der Zuverlässigkeit der Intuition möglich ist. Die Hypothese zur Zuverlässigkeit der Intuition, die im Folgenden plausibilisiert werden soll, bezieht sich auf die Entstehungsgeschichte der jeweiligen Intuition, und zwar auf deren Wissen durch bekanntschaft AH : Intuitionen haben sich als Bestandteil der Kognition von Subjekten entwickelt, insoweit sie für diese Subjekte adaptiv sind.

Grundsätzlich bezeichnet Adaptation die Veränderungen eines Organismus, die dazu tendieren, sein Leben in dieser Umwelt zu sichern oder zumindest zu erleichtern.

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Es wird also auf die Entstehungsgeschichte der Intuition Bezug genommen, um das Bestehen derselben zu erklären und im Anschluss daran auch deren Reliabilität wissen durch bekanntschaft beurteilen, wobei es sich bei dieser Geschichte einerseits um die Biografie eines Individuums, andererseits um eine phylogenetische Geschichte in Bezug auf die Evolution der menschlichen Kognition handeln kann. Kommen wir hierzu auf das Beispiel des Spielerfehlschlusses zurück.

Grundsätzlich haben Menschen die Intuition, dass etwas, das sich häufig oder kürzlich ereignet hat, sich wahrscheinlicher wieder ereignen wird als etwas, das sich weniger häufig oder vor längerer Zeit ereignet hat. Aufgrund der Wiederholungsintuition hätte ein Spieler grundsätzlich die Erwartung, dass sich eine bereits sehr oft gewürfelte Zahl mit höherer Wahrscheinlichkeit beim nächsten Wurf wieder zeigen wird.

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Unter dem Eindruck der Wiederholungsintuition würde der Spieler somit wahrscheinlich zu hohe Beträge auf die Zahlen wetten, die in den letzten Runden überdurchschnittlich häufig gewürfelt wurden. Wiederholungsintuitionen sind in den meisten Fällen erfolgreich und haben sich als adaptiv herausgebildet, weil in diesen Fällen kausale Bezüge zwischen den vergangenen und zukünftigen Ereignissen in Bezug auf ein bestimmtes Objekt bestehen: Beispielsweise wird der Stier, wenn ich ihm erneut das rote Tuch zeige, wahrscheinlich wieder rasend werden, wie die vielen Male, in denen ich dies zuvor beobachtet habe.

Natürlich kann auch in solchen Fällen das erwartete Ereignis einmal nicht eintreten, doch wissen durch bekanntschaft Normalfall ist es zu erwarten, und daher ist die Wiederholungsintuition adaptiv.

Nun gibt es jedoch eine oder mehrere signifikante Gruppen von Fällen, in denen diese Intuition in die Irre geht.